Endmoraene-Sommerwerkstatt 2011
Titel: Abgeräumt. Imbiss geplant. Führungen durchs Universum
Malerei, Installationen, Performances,
Klangevents, Grafik und Videos von 21 Künstlerinnen aus Berlin und Brandenburg werden ein neues Licht auf das einstige Kasernenareal und auf den Ort
Neuhardenberg werfen.
Ich habe mir seit Jahren gewünscht, dass wir uns dieses interessante Gelände "vornehmen". Nun ist es endlich soweit, und ich hoffe, möglichst viele meiner Ideen umsetzen zu können.
Ausstellungsdauer:
26. Juni bis 10. Juli 2011
Geöffnet ist jeden Samstag und Sonntag
von 13 bis 18 Uhr
Anfahrt und mehr Informationen zu den teilnehmenden Künstlerinnen unter: http://www.endmoraene.de/projekte.html

Und hier ein paar Eindrücke, von meinen Installationen:
Strickstunde, eine interaktive Installation
Die ältesten Kasernen auf dem Gelände sind in den 1960er Jahren gebaut
worden. Damals waren im Dorf noch bäuerliche Traditionen lebendig. Die dörfliche
Kommunikation, die mittlerweile vom Fernsehen verdrängt wurde, fand
beim Kaufmann, in der Kneipe oder in winterlichen Strick- und Nähstuben
statt. Durch einen Zufall kam ich an eine große Menge beschädigter Wolle. Sie
führte mich zu der Idee, in die Männergesellschaft der Kaserne das weiche,
wärmende, beschützende Element der weiblichen Strickarbeit zu setzen: ein
Denk-Mal für die abhanden gekommenen Strickstunden und eine Gelegenheit
für Begegnungen beim gemeinsamen Stricken. Das Denk-Mal ist eine Pyramide
aus verschiedenfarbigster Wolle in der Mitte des Raumes. Drumherum
stehen Stühle, auf denen angefangenes Strickzeug liegt; auf anderen Stühlen
sitzen Neuhardenberger, die stricken und sich über ihren Ort unterhalten. Besucher
werden in ihre Gespräche verwickelt. Daraus könnte eine Interaktion
über das Leben in und die Geschichte von Neuhardenberg entstehen.
Gleiches
thematisiere ich in einer Raumcollage mit historischen Dokumenten und Fotos
im Pförtnerhaus, die die Besucher auf die Besonderheit des Ortes einstimmen:

Und dann gibt es in einem Gebäude im hinteren rechten Bereich des Kasernengeländes noch "Sauberkeit" in zwei Variationen zu entdecken:


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Im August 2010 kehrten Waldschrat und Ziege mit Spiegel, im November Eule, Einarmturner und Frau mit Vogel nach gründlicher Sanierung durch EST auf dem Kunsthof Lietzen nach Frankfurt zurück.
Die Märkische OderZeitung berichtete darüber im Frankfurter Lokalteil darüber (pdf).
Schöne Aussicht. Innenansicht. (Presse pdf)
ae-Galerie, Hermann-Elflein-Straße 18, Luisenforum, 14467 Potsdam
12. September bis 6. November 2010,
mittwochs und freitags 15 bis 19 Uhr, samstags 12 bis 16 Uhr
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Sommerwerkstatt Endmoräne 2010
Gel(i)ebtes Leben
Villa Thyssen, OT Hennickendorf
Berliner Str. 19, 15378 Rüdersdorf bei Berlin
19. Juni bis 11. Juli 2010
In diesem Jahr waren dabei:
Gunhild Kreuzer, Ingrid Kerma, Angela Lubic,
Katja Martin,
Dorothea Neumann, Elke Postler,
Antje Scholz,
Erika Stürmer-Alex,
Christiane Wartenberg

Meine Arbeiten zur Sommerwerkstatt:
„Ruhende Göttin“, 2010, 100 x 200 x 95 cm, Styropor,
Wintergarten der Villa Thyssen
Die „Ruhende Göttin“ ist ein Zitat in Form eines Nachbaues der „Schlafenden Venus von Malta“, einer handtellergroßen Terracottaplastik aus der Jungsteinzeit. Doch könnte sie nicht auch zu den Fundstücken aus dem Kalktagebau Rüdersdorf gehören? Ich hole die kleine Venus aus dem Megalithtempel als unübersehbares Styropor-Zitat in die Industriellenvilla, damit sie dort – unabhängig von sozialen und tagespolitischen Unwägbarkeiten – an die ureigene Stärke der Frauen erinnert. Für mich symbolisieren diese ältesten kultischen Frauenskulpturen das „gel(i)ebte Leben“ in Essenz. Zum Leben gehört der Tod, den ich als weiteres Zitat darstelle: Drei Säulen aus Gebissabgüssen, die wiederum an die individuellen Verschiedenheiten menschlicher Leben erinnern.
Bereits seit den 80er Jahren arbeite ich oft mit Styropor. Zunächst entstanden Plastiken, deren Oberflächen ich mit Polyesterlaminat wetterfest machte, mit Farben beschichtete oder in der ursprünglichen Materialstruktur beließ. Inhaltliche Zitate und/oder das Kopieren von Formen in einem anderen Material wurden wesentliche Elemente meiner Bildsprache.

Und im Pförtnerhäuschen entstand eine Installation aus vorgefundenen Möbeln und Gebrauchsgegenständen.
Kündigung!
Letzte Installation der Pförtnerin Birgit Wollner, 2010
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„Der wunderbare Mandarin in Schwedt“
Kunstraum Bad Saarow, 27.3. bis 9. Mai 2010
Erika Stürmer-Alex arbeitet zumeist in Zyklen. Und da sie in der großen Weite des Oderbruches aufgewachsen ist, entstanden in ihrer Kunstarbeit neben anderen Themen auch immer wieder Zyklen von Landschaftsdarstellungen.
Ihre erste intensive Beschäftigung mit diesem Thema fand ab 1963 statt. Es entstanden Naturstudien direkt in der Landschaft des Oderbruches, und zu Hause im Atelier erfolgten dann die Umsetzungen, Variationen und Weiterentwicklungen hin zu eigenständigen Bildformulierungen. Zum einen ging es ihr darum, ihr Lebensgefühl in der Landschaft darzustellen, zum anderen ist die Landschaft ein wunderbares Motiv zum Erproben unzähliger Variationen in Stil, Stimmung, Aufbau, Farbe – bis hin zum Malen mit dem Material Erde selbst.
Christine Müller-Stosch (März 2010)
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